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Entwurzelung

In den sozialpathologischen Zeiten des 20. Horrorjahrhunderts berichten Opfer immer wieder davon, wie traumatisch die Vertreibung aus vertrauter Umgebung im Gedächtns geblieben ist. Beispielhaft sind u.a. die Vertreibung der dt. Bevölkerung aus Breslau und der kambodschanischen aus ihrer Hauptstadt Pnom Penh, bis diese eine Geisterstadt war. Ich versuche mir vorzustellen, wie dies rein technisch mit einer Großstadt wie Köln zu bewerkstelligen wäre. Wie viele Menschen leben allein in den näheren Häusern meiner Umgebung? Wo wären von meinem Wohnort aus die nächsten größeren außerhalb der Stadt gelegenen Freiflächen, die man als Sammelplätze nutzen könnte? Im Norden, Osten, oder Westen? Man unterschätzt wie viele Menschen man auf einem einigermaßen überschaubaren Platz sammeln kann. Während des Weltjugendtages waren auf dem Marienfeld, in der ausgedehnten ländlichen Umgebung meiner rheinischen Heimatstadt gelegen, ungef. 1 Million Besucher zugegen!
Dieses Feld konnte man aus einiger Entfernung (vielleicht 10 Minuten Fußweg) überschauen. Das sind so viele Menschen wie GANZ KÖLN, von Säuglingen bis zu Greisen, Einwohner hat. Wenn sich NUR Kölner dort versammelt hätten, wäre DIE GESAMTE STADT menschenleer gewesen.
Ob viele Menschen nun wegen eines gemeinsamen Zieles, aus reiner Not, oder weil man sie dazu zwingt, zusammenkommen, sie werden sich immer in irgendeiner Form solidarisieren. Nationen oder "Klassenzugehörigkeiten" spielen dabei keine Rolle. Diese Kategorien existieren letztendlich nur in den Köpfen.
10.3.07 12:21
 


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